Sommerfest 2026: Tradition, Zukunft und gelebte Gemeinschaft

Am Sonntag, den 13. September 2026, feierte die Schornsteinfegerinnung im Freistaat Thüringen ihr traditionelles Sommerfest. Ein Tag, an dem einmal mehr deutlich wurde, was unser Handwerk auszeichnet: Tradition und Fortschritt, fachliche Kompetenz, Nachwuchsförderung und vor allem eine starke Gemeinschaft über Generationen hinweg.
Im Mittelpunkt standen die feierliche Freisprechung unserer neuen Gesellinnen und Gesellen, die Würdigung besonderer Prüfungsleistungen sowie außergewöhnliche Meisterjubiläen. Gleichzeitig bot das Sommerfest Gelegenheit für Begegnungen, Gespräche und den persönlichen Austausch zwischen jungen Nachwuchskräften, aktiven Kolleginnen und Kollegen, Ruheständlern sowie unseren Gästen und Partnern.
Festliche Eröffnung und zahlreiche Ehrengäste
Nach der Eröffnung des Sommerfestes wurden die anwesenden Kolleginnen und Kollegen, Familien, Ausbildungsbetriebe und Gäste herzlich willkommen geheißen.
Besonders freuten wir uns über unsere zahlreichen Ehrengäste und Wegbegleiter. Unter ihnen waren Heiko Hirsch, Landesinnungsmeister Sachsen, gemeinsam mit seiner Frau, sowie Torsten Kiel, Landesinnungsmeister Sachsen-Anhalt, ebenfalls in Begleitung seiner Frau.
Darüber hinaus konnten wir Dr. Andreas Herwig, unseren langjährigen Rechtsanwalt, Stefan Lobenstein, Präsident der Handwerkskammer Erfurt und Präsident des Thüringer Handwerkstages, Eric Vogler, derzeit Praktikant im Thüringer Wirtschaftsministerium, sowie Jürgen Naumann begrüßen.
Ihre Teilnahme unterstreicht die enge Verbundenheit unseres Handwerks mit seinen Partnern und Institutionen und zugleich die Bedeutung des persönlichen Austauschs über Landes- und Organisationsgrenzen hinweg.
Stefan Lobenstein: Miteinander reden und voneinander lernen

Ein besonderes Grußwort richtete Stefan Lobenstein, Präsident der Handwerkskammer Erfurt und des Thüringer Handwerkstages, an die Gäste.
Im Mittelpunkt seiner Worte standen Zusammenhalt, gegenseitiger Respekt und die Bereitschaft, einander zuzuhören.
Gerade in einer Zeit, in der Informationen und Meinungen immer stärker über soziale Medien transportiert werden, sei der persönliche Austausch von besonderer Bedeutung. Eine eigene Meinung entstehe nicht dadurch, ausschließlich das zu hören und zu lesen, was die eigene Auffassung bestätigt.
Vielmehr brauche es die Bereitschaft, sich auch mit anderen Standpunkten auseinanderzusetzen, Argumente anzuhören und miteinander zu diskutieren. Dazu gehöre ebenso, die eigene Position immer wieder zu hinterfragen und gegebenenfalls weiterzuentwickeln.
Diese Botschaft passt in besonderer Weise zum Handwerk. Denn unser Handwerk lebt seit Generationen vom Austausch: Meister geben ihre Erfahrungen an Gesellen weiter, Ausbilder vermitteln ihr Wissen an junge Menschen – und gleichzeitig bringen die nachfolgenden Generationen neue Ideen, Technologien und Sichtweisen in unsere Betriebe.
Voneinander lernen funktioniert nur dort, wo Menschen miteinander reden und einander zuhören.
Damit zog sich ein zentraler Gedanke durch den gesamten Tag: Unser Handwerk lebt von starken Persönlichkeiten – seine eigentliche Stärke entsteht jedoch aus der Gemeinschaft.
Zehn neue Gesellinnen und Gesellen für unser Handwerk

Der zentrale und zugleich emotionalste Moment des Sommerfestes war die Gesellenfreisprechung 2026.
Nach drei anspruchsvollen Ausbildungsjahren konnten zehn junge Schornsteinfegerinnen und Schornsteinfeger ihre bestandene Gesellenprüfung feiern.
Drei Jahre Ausbildung bedeuten weit mehr als das Erlernen handwerklicher Fertigkeiten. Unsere Nachwuchskräfte haben sich mit Kehr- und Überprüfungsarbeiten, Betriebs- und Brandsicherheit, Umweltschutz und Energieeffizienz ebenso auseinandergesetzt wie mit moderner Anlagentechnik und kundenorientiertem Arbeiten.
Feierlich freigesprochen wurden:
Gina Müller-Blech – 89 Punkte – Ausbildungsbetrieb André Kitzan
Tim Kleemann – 87 Punkte – Ausbildungsbetrieb Sebastian Gorille
Bianca Lippmann – 84 Punkte – Ausbildungsbetrieb Mark Michaelis
Annabel Helbing – 82 Punkte – Ausbildungsbetrieb Sebastian Schilling
Eric Ramming – Ausbildungsbetrieb Christian Höchenberger
Vito Wutzler – Ausbildungsbetrieb Oliver Rusche
Marco Rübbert – Ausbildungsbetrieb Christoph Jauch
Tim Kämmerer – Ausbildungsbetrieb Dr. Julian Schwark
Philipp Schleicher
Noah Triemer
Allen neuen Gesellinnen und Gesellen gratulieren wir herzlich zur bestandenen Prüfung.
Sie haben in den vergangenen drei Jahren gelernt, Verantwortung zu übernehmen, fachliche Herausforderungen zu meistern und sich in einem traditionsreichen Beruf zu behaupten, dessen Aufgaben sich kontinuierlich weiterentwickeln.
Der Zylinder – Tradition und Verantwortung
Zu den schönsten Momenten der Freisprechung gehörte auch in diesem Jahr die traditionelle Zylinderübergabe.







Die Ausbildungsbetriebe traten gemeinsam mit ihren ehemaligen Auszubildenden nach vorn und setzten den frischgebackenen Gesellinnen und Gesellen feierlich den Zylinder auf.
Der Zylinder ist weit mehr als Bestandteil unserer traditionellen Berufskleidung. Gemeinsam mit Koller, Koppelschloss und den goldenen Knöpfen steht er für die jahrhundertealte Geschichte unseres Handwerks.
Gleichzeitig symbolisiert er das, was unsere neuen Gesellinnen und Gesellen künftig selbst vertreten: handwerkliches Können, Verantwortung, Sicherheit und Verlässlichkeit – verbunden mit jenem Stück Glück, für das unser Berufsstand seit Jahrhunderten steht.
Herausragende Prüfungsergebnisse
Besondere Anerkennung galt den besten Prüfungsergebnissen des Jahrgangs.
Mit hervorragenden 89 Punkten erreichte Gina Müller-Blech das beste Ergebnis des Prüfungsjahrgangs 2026. Ihr folgten Tim Kleemann mit 87 Punkten, Bianca Lippmann mit 84 Punkten und Annabel Helbing mit 82 Punkten.
Diese Ergebnisse stehen für Fachwissen und handwerkliches Können, aber ebenso für Fleiß, Leistungsbereitschaft und Durchhaltevermögen. Sie sind zugleich eine Anerkennung für die Ausbildungsbetriebe, Lehrkräfte, Ausbilderinnen und Ausbilder sowie all jene, die unsere Nachwuchskräfte während ihrer Ausbildungszeit begleitet haben.
Die drei Besten zusätzlich ausgezeichnet

Für die drei Erstplatzierten wartete eine weitere besondere Anerkennung.
Unser langjähriger Marktpartner HARTMANN Finanzdienstleistungen würdigte die hervorragenden Leistungen von Gina Müller-Blech, Tim Kleemann und Bianca Lippmann jeweils mit einer Prämie. Überreicht wurden die Auszeichnungen durch Sven Sommer, den regionalen Ansprechpartner von HARTMANN Finanzdienstleistungen.

Auch Ralf Maul vom Bayerischen Fachbuchverlag (BFV) ließ es sich nicht nehmen, den drei Prüfungsbesten persönlich zu gratulieren. Als zusätzliche Anerkennung ihrer Leistungen erhielten sie jeweils ein Geschenk aus dem Hause BFV.

Diese Unterstützung unserer Partner ist keineswegs selbstverständlich. Sie zeigt, dass gute Ausbildung und herausragende Leistungen auch über die eigentlichen Ausbildungsbetriebe hinaus wahrgenommen und wertgeschätzt werden.

Gleichzeitig senden solche Auszeichnungen ein wichtiges Signal an unseren Nachwuchs: Leistung lohnt sich – und Engagement wird gesehen.
1.000 Euro für den nächsten Karriereschritt
Eine ganz besondere Auszeichnung erhielt unsere Jahrgangsbeste Gina Müller-Blech aus dem Ausbildungsbetrieb André Kitzan.

Mit 89 Punkten erzielte sie das beste Prüfungsergebnis des Thüringer Jahrgangs 2026. Torsten Kiel, Landesinnungsmeister des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen-Anhalt, überreichte ihr einen Gutschein im Wert von 1.000 Euro für die Teilnahme an einem Meisterkurs an der Bildungsstätte in Doberschütz.
Eine Auszeichnung, die nicht nur zurückblickt, sondern ganz bewusst nach vorn.
Denn mit der bestandenen Gesellenprüfung endet die berufliche Entwicklung nicht – im Gegenteil. Sie eröffnet zahlreiche neue Wege und Entwicklungsmöglichkeiten.
Vielleicht führt einer davon schon bald zum Meisterbrief.
Heute Jahrgangsbeste und frischgebackene Gesellin – morgen vielleicht Meisterin, Unternehmerin, Ausbilderin oder bevollmächtigte Bezirksschornsteinfegerin.
Wir gratulieren Gina Müller-Blech zu dieser besonderen Auszeichnung und wünschen ihr für ihren weiteren beruflichen Weg viel Erfolg.
Unser Handwerk verändert sich
Die Gesellenprüfung ist kein Endpunkt. Sie markiert den Beginn eines neuen beruflichen Abschnitts – und dieser beginnt in einer spannenden Zeit.
Das Schornsteinfegerhandwerk befindet sich mitten in einem Transformationsprozess. Wir kommen aus einem traditionsreichen Beruf, sind aber längst kein Handwerk, das ausschließlich zurückblickt.
Die seit dem 1. August 2025 geltende neue Ausbildungsordnung trägt dieser Entwicklung Rechnung.
Kehr- und Überprüfungsarbeiten sowie Betriebs- und Brandsicherheit bleiben zentrale Bestandteile unseres Berufs. Gleichzeitig gewinnen Energieeffizienz, Klimaschutz, Lüftungstechnik, die Beurteilung technischer Anlagen und Systeme sowie digitale und kundenorientierte Arbeitsprozesse weiter an Bedeutung.
Der Schornsteinfeger von morgen ist damit Handwerker, Sicherheitsexperte, Techniker, Energieberater und kompetenter Ansprechpartner rund um das Gebäude.
Dafür brauchen wir gut ausgebildete junge Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und unser Handwerk gemeinsam weiterzuentwickeln.
17 neue Auszubildende starten 2026
Umso erfreulicher sind die Nachrichten aus der Ausbildung: Im Ausbildungsjahr 2026 dürfen wir in Thüringen 17 neue Auszubildende im Schornsteinfegerhandwerk begrüßen.
17 junge Menschen, die sich bewusst für unser Handwerk und damit für einen abwechslungsreichen und zukunftsorientierten Beruf entschieden haben.
Nachwuchs zu gewinnen ist dabei die eine Aufgabe. Ihn fachlich hervorragend auszubilden, für das Handwerk zu begeistern und langfristig im Beruf zu halten, ist mindestens ebenso wichtig.
Deshalb gilt unser ausdrücklicher Dank allen Ausbildungsbetrieben sowie den Ausbilderinnen und Ausbildern. Sie investieren Zeit, Fachwissen, Geduld und manchmal sicherlich auch starke Nerven.
Ohne dieses Engagement gäbe es die Gesellinnen und Gesellen, die wir heute feiern dürfen, nicht.
50 Jahre Meisterbrief – ein halbes Jahrhundert Handwerk

Unser Sommerfest richtet den Blick jedoch nicht nur auf den Beginn beruflicher Laufbahnen. Ebenso wichtig ist uns die Wertschätzung derjenigen, die unserem Handwerk über Jahrzehnte verbunden geblieben sind.
Eine besondere Ehrung erhielten deshalb drei Kollegen anlässlich ihres 50-jährigen Meisterjubiläums.
Manfred Althoff, Lothar Bauer und Norbert Siegfried.
50 Jahre Meisterbrief stehen für ein halbes Jahrhundert Erfahrung, Verantwortung und Verbundenheit mit unserem Berufsstand.
Hinter einem solchen Jubiläum stehen unzählige Arbeitstage, technische Veränderungen, neue Vorschriften, Generationen von Kunden und nicht zuletzt die Weitergabe von Wissen und Erfahrung.
Die Schornsteinfegerinnung im Freistaat Thüringen gratuliert herzlich zu diesem außergewöhnlichen Jubiläum.
60 Jahre Meisterbrief – sechs Jahrzehnte Meistertradition

Ein noch außergewöhnlicheres Jubiläum konnten wir in diesem Jahr ebenfalls würdigen.
Rainer Meyer erhielt seinen Meisterbrief am 14. September 1966 und blickt damit auf beeindruckende 60 Jahre Meistertradition im Schornsteinfegerhandwerk zurück.
Da Rainer Meyer krankheitsbedingt nicht persönlich am Sommerfest teilnehmen konnte, wurde er durch seinen Sohn Jens Meyer vertreten, der die Glückwünsche stellvertretend entgegennahm.
Wir wünschen Rainer Meyer insbesondere Gesundheit und gratulieren ihm herzlich zu diesem außergewöhnlichen Jubiläum.
Sechs Jahrzehnte Meisterbrief sind nicht nur eine persönliche Lebensleistung. Sie sind auch ein Stück Geschichte des Thüringer Schornsteinfegerhandwerks.
Die Generationen unseres Handwerks zusammenbringen

Besonders gefreut hat uns auch in diesem Jahr die Teilnahme zahlreicher Kolleginnen und Kollegen im Ruhestand.
Gerade sie stehen für das Fundament, auf dem unser heutiges Handwerk aufbaut. Viele haben über Jahrzehnte Betriebe geführt, junge Menschen ausgebildet, Verantwortung in Innungen und Organisationen übernommen und ihr Fachwissen an die nächste Generation weitergegeben.
Wenn an einem Tag frischgebackene Gesellinnen und Gesellen ihren ersten Zylinder erhalten und gleichzeitig Kollegen für 50 beziehungsweise 60 Jahre Meisterbrief geehrt werden, wird sichtbar, was gelebte Handwerkstradition tatsächlich bedeutet.
Erfahrung trifft auf neue Ideen. Tradition trifft auf Innovation. Bewährtes Wissen trifft auf neue Technologien. Und genau daraus entsteht Zukunft.
Geselliger Ausklang – Zeit für Begegnung und gute Gespräche









Neben Freisprechung, Ehrungen und offiziellen Programmpunkten kam selbstverständlich auch der gesellige Teil unseres Sommerfestes nicht zu kurz. Denn Gemeinschaft entsteht nicht nur während einer Feierstunde, sondern vor allem dort, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen, Erfahrungen austauschen und gemeinsam eine schöne Zeit verbringen.
Auch wenn sich das Wetter in diesem Jahr erneut nicht von seiner besten Seite zeigte, tat der Regen der guten Stimmung keinen Abbruch. Beim gemeinsamen Mittagessen war für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Dabei blieb ausreichend Zeit für Gespräche zwischen unseren jungen Gesellinnen und Gesellen, Ausbildungsbetrieben, aktiven Kolleginnen und Kollegen, Ruheständlern, Familien, Gästen und Marktpartnern.
Für eine willkommene süße Abwechslung sorgte auch in diesem Jahr wieder der Eiswagen.
Und selbstverständlich durfte auch unser Handwerk selbst im Rahmenprogramm nicht fehlen. Beim Besenbinden konnten traditionelle Fertigkeiten hautnah erlebt und selbst ausprobiert werden. Hier zeigte sich einmal mehr, wie viel Geschick und Erfahrung auch hinter vermeintlich einfachen Tätigkeiten unseres Berufs stecken.
Mit unserer VR-Brille ging es dagegen in die moderne und digitale Welt des Schornsteinfegerhandwerks. Sie bot Groß und Klein die Gelegenheit, unseren Beruf einmal aus einer völlig anderen Perspektive zu erleben und sorgte trotz des Regenwetters für Begeisterung und Abwechslung.
Gerade diese Mischung machte den besonderen Charakter des Tages aus: Tradition erleben, moderne Technik ausprobieren, gemeinsam essen, lachen, diskutieren und miteinander ins Gespräch kommen.
Alte Weggefährten trafen sich wieder, junge Kolleginnen und Kollegen knüpften neue Kontakte und zwischen den Generationen entstanden Gespräche, für die im beruflichen Alltag oftmals die Zeit fehlt.
So wurde aus der Gesellenfreisprechung weit mehr als eine feierliche Übergabe von Urkunden und Zylindern. Sie wurde zu einem echten Fest unseres Handwerks und unserer Gemeinschaft.
Dank an Prüfer, Ausbilder, Partner und Wegbegleiter
Unser besonderer Dank gilt unseren Prüferinnen und Prüfern.
Viele von ihnen investieren ehrenamtlich erhebliche Zeit, bereiten Prüfungen vor, begleiten die Prüflinge und sorgen mit Fachwissen, Erfahrung und persönlichem Engagement dafür, dass die hohe Qualität unserer beruflichen Ausbildung erhalten bleibt.
Dieses Engagement ist nicht selbstverständlich.
Unser Dank gilt ebenso den Ausbildungsbetrieben, den Berufsschulen, der überbetrieblichen Ausbildung, den Familien unserer jungen Kolleginnen und Kollegen sowie unseren Marktpartnern und Unterstützern.
Sie alle tragen dazu bei, jungen Menschen einen erfolgreichen Start in das Berufsleben zu ermöglichen und gleichzeitig die Zukunft unseres Handwerks zu sichern.
Tradition bewahren. Zukunft gestalten. Gemeinschaft leben.
Das Sommerfest 2026 der Schornsteinfegerinnung im Freistaat Thüringen hat erneut eindrucksvoll gezeigt, wie eng Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unseres Handwerks miteinander verbunden sind.
Zehn neue Gesellinnen und Gesellen. 18 neue Auszubildende. Hervorragende Prüfungsergebnisse. Besondere Auszeichnungen. Drei 50-jährige Meisterjubiläen und ein außergewöhnliches 60-jähriges Meisterjubiläum.
Doch hinter all diesen Zahlen stehen Menschen.
Menschen, die sich für unser Handwerk entschieden haben. Menschen, die junge Kolleginnen und Kollegen ausbilden. Menschen, die ihr Wissen weitergeben. Und Menschen, die unserem Beruf über Jahrzehnte die Treue gehalten haben.
Mindestens ebenso wichtig waren deshalb die Begegnungen zwischen den Generationen, der fachliche und persönliche Austausch und die vielen Gespräche abseits des offiziellen Programms.
Genau das ist Innungsleben: gemeinsam Erfolge feiern, Erfahrungen weitergeben, miteinander diskutieren, voneinander lernen und füreinander da sein.
Eine Innung lebt nicht allein von einem Gebäude, einem Vorstand oder einer Satzung. Sie lebt von den Menschen, die bereit sind, Verantwortung für ihr Handwerk zu übernehmen, Wissen weiterzugeben, einander zuzuhören und gemeinsam Zukunft zu gestalten.
Unseren neuen Gesellinnen und Gesellen wünschen wir deshalb nicht nur Erfolg für ihren weiteren Berufsweg. Wir wünschen ihnen Neugier, Mut und die Bereitschaft, ihr Wissen ständig weiterzuentwickeln – und wir hoffen, viele von ihnen eines Tages als Meisterinnen und Meister, Ausbilder, Unternehmer oder aktive Mitglieder unserer Innung wiederzusehen.
Denn die Geschichte unseres Handwerks wird von jeder Generation weitergeschrieben.
Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Gesellenprüfung, herzlichen Glückwunsch an unsere Jubilare – und ein großes Dankeschön an alle, die dieses Sommerfest und unsere starke Gemeinschaft möglich gemacht haben.
Gott schütze unser ehrbares Handwerk – Einer für alle – alle für einen.
